Eine Website entsteht nicht im Baukasten und nicht beim Webdesigner, sondern vorher: bei der Frage, was sie leisten soll, und bei den Inhalten, die dafür nötig sind. Diese Anleitung führt Sie in zehn Schritten von der ersten Idee bis zu einer Seite, die gefunden wird und Anfragen bringt. Sie funktioniert, egal ob Sie selbst bauen oder bauen lassen. Am Ende steht, wie ich die zehn Schritte mit meinen Kunden erledige.
Die 10 Schritte auf einen Blick
| Schritt | Worum es geht | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Ziel festlegen | Ein Satz: Was soll ein Besucher tun? |
| 2 | Kundenfragen sammeln | Die zehn Fragen, die Sie am häufigsten hören |
| 3 | Domain sichern | Ihre Adresse, mit Zugang in Ihrer Hand |
| 4 | Hosting und E-Mail klären | Server in Deutschland, SSL, eigenes Postfach |
| 5 | Inhalte zusammentragen | Logo, echte Fotos, Impressumsangaben |
| 6 | Seiten planen | So wenige Seiten wie möglich, so viele wie nötig |
| 7 | Startseite entwerfen und prüfen | Ein echter Entwurf statt einer Vorstellung |
| 8 | Rechtliches einbauen | Impressum, Datenschutz, kein Tracking ohne Einwilligung |
| 9 | Vor dem Start testen | Handy, Ladezeit, Formular, Links |
| 10 | Live gehen und gefunden werden | Search Console, Google-Profil, erste Bewertungen |
Schritt 1: Ziel festlegen
Bevor es um Farben und Schriften geht, braucht die Website einen Auftrag. Fragen Sie sich: Was soll jemand tun, der auf meiner Seite landet? Anrufen, eine Anfrage schicken, einen Termin buchen, im Laden vorbeikommen? Wählen Sie eine Hauptaktion. Alles andere auf der Seite arbeitet ihr zu.
Faustregel: Wenn Sie das Ziel nicht in einem Satz sagen können, wird die Seite es auch nicht können. „Kunden aus der Region rufen an und fragen einen Termin an“ ist ein Ziel. „Präsenz zeigen“ ist keins.
Schritt 2: Die Fragen Ihrer Kunden sammeln
Notieren Sie eine Woche lang, was Kunden Sie am Telefon, per Mail und im Gespräch fragen: Was kostet das? Wie läuft das ab? Wie schnell geht es? Kommen Sie auch zu mir? Diese Liste ist das Gerüst Ihrer Website. Jede Frage, die die Seite beantwortet, spart Ihnen einen Anruf und nimmt dem Besucher eine Hürde.
Dieselben Fragen sind übrigens das, wonach Ihre Kunden bei Google suchen. Wer sie in den eigenen Worten der Kunden beantwortet, wird eher gefunden als mit Fachbegriffen.
Schritt 3: Die Domain sichern
Ihre Adresse im Netz, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Kurz, ohne Sonderzeichen, leicht am Telefon zu buchstabieren. Wichtiger als der Name ist eine Sache: Die Domain muss auf Sie laufen, nicht auf den alten Webdesigner oder einen Bekannten.
Gibt es schon eine Domain, klären Sie jetzt, wo sie liegt und wer den Zugang hat. Für einen Umzug zu einem anderen Anbieter braucht es den Auth-Code des bisherigen Anbieters. Bei .de-Domains dauert das meist wenige Tage, kann sich aber ziehen, wenn der alte Anbieter nicht reagiert. Deshalb gehört dieser Schritt an den Anfang, nicht ans Ende.
Schritt 4: Hosting und E-Mail klären
Die Website braucht einen Platz auf einem Server. Achten Sie auf drei Dinge: Rechenzentrum in Deutschland, SSL-Zertifikat inklusive (das Schloss in der Adresszeile) und E-Mail-Postfächer unter Ihrer Domain. Eine Adresse wie info@ihr-betrieb.de wirkt seriöser als eine Gratis-Adresse und bleibt, auch wenn Sie den Anbieter wechseln.
Schließen Sie mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab; seriöse Anbieter stellen ihn im Kundenbereich bereit. Für eine schlanke Seite ohne Shop reicht ein einfacher Tarif für wenige Euro im Monat.
Schritt 5: Inhalte zusammentragen
Hier bleiben die meisten Projekte hängen, nicht bei der Technik. Legen Sie einen Ordner an und sammeln Sie:
- Logo als Datei, am besten als Vektor (SVG, PDF) oder als großes PNG.
- Echte Fotos: Sie, Ihr Team, Ihre Räume, Ihre Arbeit. Stockfotos erkennt man sofort, und sie kosten Vertrauen.
- Impressumsangaben: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Rechtsform, gegebenenfalls Umsatzsteuer-ID, Handelsregister, Kammer und Berufsbezeichnung.
- Leistungen und Preise, so weit Sie sie nennen möchten, und Ihre Öffnungs- oder Sprechzeiten.
- Stimmen von Kunden, wenn Sie welche haben, mit deren Einverständnis.
Texte müssen Sie nicht fertig schreiben. Stichpunkte und die Kundenfragen aus Schritt 2 reichen als Grundlage.
Schritt 6: Die Seiten planen
Weniger ist fast immer besser. Für die meisten kleinen Betriebe reichen fünf Seiten: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Ein Angebot mit einer einzigen Leistung kommt oft mit einer gut gebauten Einzelseite aus. Mehr Seiten lohnen sich erst, wenn es wirklich unterschiedliche Leistungen gibt, nach denen Menschen getrennt suchen.
Entscheiden Sie in diesem Schritt auch, was Sie später selbst ändern wollen: Termine, Öffnungszeiten, Preise, Neuigkeiten. Das bestimmt, welche Technik die Seite braucht. Was auf jede Website gehört
Schritt 7: Die Startseite entwerfen und prüfen
Die Startseite entscheidet, ob jemand bleibt. In den ersten Sekunden muss klar sein: Was bieten Sie an, für wen, wo, und was ist der nächste Schritt? Ein deutlicher Knopf zur Hauptaktion aus Schritt 1 gehört ganz nach oben.
Legen Sie sich nicht fest, bevor Sie einen echten Entwurf gesehen haben, auf dem Handy und am Computer. Eine Vorstellung im Kopf und ein Entwurf auf dem Bildschirm sind zwei verschiedene Dinge. Bündeln Sie dann Ihr Feedback in einer Runde, statt es tröpfchenweise zu schicken: Das spart Wochen.
Schritt 8: Rechtliches einbauen
Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, beide mit einem Klick von jeder Seite erreichbar. Dazu kommen drei technische Punkte, an denen Abmahnungen am häufigsten ansetzen:
- Schriften vom eigenen Server statt von Google-Servern nachgeladen.
- Kein Tracking ohne Einwilligung. Wer gar nicht trackt, braucht keinen Cookie-Banner.
- Formular und Karte ohne Datenweitergabe an Dienste, die vorher niemand gefragt hat.
Die zwölf Punkte zum Selbstprüfen
Schritt 9: Vor dem Start testen
Bevor die Seite öffentlich wird, gehen Sie sie einmal komplett durch, am besten auf dem eigenen Handy:
- Lässt sich jeder Text ohne Zoomen lesen, ohne dass die Seite seitlich verrutscht?
- Lädt die Seite auch unterwegs schnell? Ein kostenloser Test bei Google PageSpeed zeigt es.
- Kommt eine Testanfrage über das Formular wirklich im Postfach an?
- Führen alle Links und Knöpfe dorthin, wo sie hinführen sollen? Stimmen Telefonnummer und Adresse überall?
Schritt 10: Live gehen und gefunden werden
Mit dem Live-Gang beginnt die Arbeit der Website erst. Melden Sie die Seite in der Google Search Console an und beantragen Sie die Aufnahme. Legen Sie das Google-Unternehmensprofil an oder aktualisieren Sie es, mit Link auf die neue Seite: Für Betriebe mit Kunden aus der Region bringt es oft die meisten Anfragen. Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung.
Und dann: pflegen. Eine Seite mit Terminen vom letzten Jahr wirkt verlassen. Halten Sie aktuell, was sich ändert, und schauen Sie einmal im Monat, ob Formular und Angaben noch stimmen. Die sieben Schritte, um bei Google gefunden zu werden
So laufen die 10 Schritte bei mir
Wenn Sie die Website bauen lassen, nehme ich Ihnen die meisten Schritte ab. Sie brauchen maximal zwei Stunden eigene Zeit:
| Schritte | Was Sie tun | Was ich tue |
|---|---|---|
| 1–2 | 30 Minuten Erstgespräch, kostenfrei: Ziele, Kunden, Stil | Ziel und Kundenfragen herausarbeiten, danach ein schriftliches Festpreis-Angebot |
| 3–5 | Logo, vorhandene Fotos und Impressumsangaben schicken | Domain und Hosting einrichten oder umziehen; im Erzgebirgskreis und in Chemnitz fotografiere ich vor Ort mit |
| 6–7 | Den Entwurf ansehen und eine gebündelte Feedbackrunde geben | Texte aus dem Gespräch schreiben, Entwurf der Startseite nach spätestens 72 Stunden. Überzeugt er nicht, zahlen Sie 0 € |
| 8–9 | Nichts | Impressum, Datenschutz, Ladezeit, Formular, Handy-Test, alles ohne Cookie-Banner |
| 10 | Kurze Einweisung, etwa 30 Minuten | Live-Gang mit SSL und E-Mail, Search Console, auf Wunsch Google-Unternehmensprofil, Übergabe aller Zugänge |
Von der Zusage bis online vergehen 7 Tage, sobald Ihre Inhalte vorliegen. Danach haben Sie 30 Tage für Anpassungen, und Termine, Neuigkeiten und Öffnungszeiten pflegen Sie selbst, ohne Technikwissen. Was das kostet, steht in Was kostet eine Website? Kostenlosen Erstentwurf anfordern