Ratgeber · Anleitung · Lesezeit 7 Minuten

In 10 Schritten zur eigenen Website —von der ersten Idee bis zur Seite, die Anfragen bringt.

Ziel, Kundenfragen, Domain, Hosting, Inhalte, Seitenplan, Entwurf, Rechtliches, Test und Live-Gang: die Reihenfolge, in der eine Website ohne Umwege entsteht, mit Checklisten und dem Ergebnis, das am Ende jedes Schritts stehen sollte.

Eine Website entsteht nicht im Baukasten und nicht beim Webdesigner, sondern vorher: bei der Frage, was sie leisten soll, und bei den Inhalten, die dafür nötig sind. Diese Anleitung führt Sie in zehn Schritten von der ersten Idee bis zu einer Seite, die gefunden wird und Anfragen bringt. Sie funktioniert, egal ob Sie selbst bauen oder bauen lassen. Am Ende steht, wie ich die zehn Schritte mit meinen Kunden erledige.

Die 10 Schritte auf einen Blick

SchrittWorum es gehtErgebnis
1Ziel festlegenEin Satz: Was soll ein Besucher tun?
2Kundenfragen sammelnDie zehn Fragen, die Sie am häufigsten hören
3Domain sichernIhre Adresse, mit Zugang in Ihrer Hand
4Hosting und E-Mail klärenServer in Deutschland, SSL, eigenes Postfach
5Inhalte zusammentragenLogo, echte Fotos, Impressumsangaben
6Seiten planenSo wenige Seiten wie möglich, so viele wie nötig
7Startseite entwerfen und prüfenEin echter Entwurf statt einer Vorstellung
8Rechtliches einbauenImpressum, Datenschutz, kein Tracking ohne Einwilligung
9Vor dem Start testenHandy, Ladezeit, Formular, Links
10Live gehen und gefunden werdenSearch Console, Google-Profil, erste Bewertungen

Schritt 1: Ziel festlegen

Bevor es um Farben und Schriften geht, braucht die Website einen Auftrag. Fragen Sie sich: Was soll jemand tun, der auf meiner Seite landet? Anrufen, eine Anfrage schicken, einen Termin buchen, im Laden vorbeikommen? Wählen Sie eine Hauptaktion. Alles andere auf der Seite arbeitet ihr zu.

Faustregel: Wenn Sie das Ziel nicht in einem Satz sagen können, wird die Seite es auch nicht können. „Kunden aus der Region rufen an und fragen einen Termin an“ ist ein Ziel. „Präsenz zeigen“ ist keins.

Schritt 2: Die Fragen Ihrer Kunden sammeln

Notieren Sie eine Woche lang, was Kunden Sie am Telefon, per Mail und im Gespräch fragen: Was kostet das? Wie läuft das ab? Wie schnell geht es? Kommen Sie auch zu mir? Diese Liste ist das Gerüst Ihrer Website. Jede Frage, die die Seite beantwortet, spart Ihnen einen Anruf und nimmt dem Besucher eine Hürde.

Dieselben Fragen sind übrigens das, wonach Ihre Kunden bei Google suchen. Wer sie in den eigenen Worten der Kunden beantwortet, wird eher gefunden als mit Fachbegriffen.

Schritt 3: Die Domain sichern

Ihre Adresse im Netz, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Kurz, ohne Sonderzeichen, leicht am Telefon zu buchstabieren. Wichtiger als der Name ist eine Sache: Die Domain muss auf Sie laufen, nicht auf den alten Webdesigner oder einen Bekannten.

Gibt es schon eine Domain, klären Sie jetzt, wo sie liegt und wer den Zugang hat. Für einen Umzug zu einem anderen Anbieter braucht es den Auth-Code des bisherigen Anbieters. Bei .de-Domains dauert das meist wenige Tage, kann sich aber ziehen, wenn der alte Anbieter nicht reagiert. Deshalb gehört dieser Schritt an den Anfang, nicht ans Ende.

Schritt 4: Hosting und E-Mail klären

Die Website braucht einen Platz auf einem Server. Achten Sie auf drei Dinge: Rechenzentrum in Deutschland, SSL-Zertifikat inklusive (das Schloss in der Adresszeile) und E-Mail-Postfächer unter Ihrer Domain. Eine Adresse wie info@ihr-betrieb.de wirkt seriöser als eine Gratis-Adresse und bleibt, auch wenn Sie den Anbieter wechseln.

Schließen Sie mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab; seriöse Anbieter stellen ihn im Kundenbereich bereit. Für eine schlanke Seite ohne Shop reicht ein einfacher Tarif für wenige Euro im Monat.

Schritt 5: Inhalte zusammentragen

Hier bleiben die meisten Projekte hängen, nicht bei der Technik. Legen Sie einen Ordner an und sammeln Sie:

  • Logo als Datei, am besten als Vektor (SVG, PDF) oder als großes PNG.
  • Echte Fotos: Sie, Ihr Team, Ihre Räume, Ihre Arbeit. Stockfotos erkennt man sofort, und sie kosten Vertrauen.
  • Impressumsangaben: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Rechtsform, gegebenenfalls Umsatzsteuer-ID, Handelsregister, Kammer und Berufsbezeichnung.
  • Leistungen und Preise, so weit Sie sie nennen möchten, und Ihre Öffnungs- oder Sprechzeiten.
  • Stimmen von Kunden, wenn Sie welche haben, mit deren Einverständnis.

Texte müssen Sie nicht fertig schreiben. Stichpunkte und die Kundenfragen aus Schritt 2 reichen als Grundlage.

Schritt 6: Die Seiten planen

Weniger ist fast immer besser. Für die meisten kleinen Betriebe reichen fünf Seiten: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Ein Angebot mit einer einzigen Leistung kommt oft mit einer gut gebauten Einzelseite aus. Mehr Seiten lohnen sich erst, wenn es wirklich unterschiedliche Leistungen gibt, nach denen Menschen getrennt suchen.

Entscheiden Sie in diesem Schritt auch, was Sie später selbst ändern wollen: Termine, Öffnungszeiten, Preise, Neuigkeiten. Das bestimmt, welche Technik die Seite braucht. Was auf jede Website gehört

Schritt 7: Die Startseite entwerfen und prüfen

Die Startseite entscheidet, ob jemand bleibt. In den ersten Sekunden muss klar sein: Was bieten Sie an, für wen, wo, und was ist der nächste Schritt? Ein deutlicher Knopf zur Hauptaktion aus Schritt 1 gehört ganz nach oben.

Legen Sie sich nicht fest, bevor Sie einen echten Entwurf gesehen haben, auf dem Handy und am Computer. Eine Vorstellung im Kopf und ein Entwurf auf dem Bildschirm sind zwei verschiedene Dinge. Bündeln Sie dann Ihr Feedback in einer Runde, statt es tröpfchenweise zu schicken: Das spart Wochen.

Schritt 8: Rechtliches einbauen

Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, beide mit einem Klick von jeder Seite erreichbar. Dazu kommen drei technische Punkte, an denen Abmahnungen am häufigsten ansetzen:

  • Schriften vom eigenen Server statt von Google-Servern nachgeladen.
  • Kein Tracking ohne Einwilligung. Wer gar nicht trackt, braucht keinen Cookie-Banner.
  • Formular und Karte ohne Datenweitergabe an Dienste, die vorher niemand gefragt hat.

Die zwölf Punkte zum Selbstprüfen

Schritt 9: Vor dem Start testen

Bevor die Seite öffentlich wird, gehen Sie sie einmal komplett durch, am besten auf dem eigenen Handy:

  • Lässt sich jeder Text ohne Zoomen lesen, ohne dass die Seite seitlich verrutscht?
  • Lädt die Seite auch unterwegs schnell? Ein kostenloser Test bei Google PageSpeed zeigt es.
  • Kommt eine Testanfrage über das Formular wirklich im Postfach an?
  • Führen alle Links und Knöpfe dorthin, wo sie hinführen sollen? Stimmen Telefonnummer und Adresse überall?

Schritt 10: Live gehen und gefunden werden

Mit dem Live-Gang beginnt die Arbeit der Website erst. Melden Sie die Seite in der Google Search Console an und beantragen Sie die Aufnahme. Legen Sie das Google-Unternehmensprofil an oder aktualisieren Sie es, mit Link auf die neue Seite: Für Betriebe mit Kunden aus der Region bringt es oft die meisten Anfragen. Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung.

Und dann: pflegen. Eine Seite mit Terminen vom letzten Jahr wirkt verlassen. Halten Sie aktuell, was sich ändert, und schauen Sie einmal im Monat, ob Formular und Angaben noch stimmen. Die sieben Schritte, um bei Google gefunden zu werden

So laufen die 10 Schritte bei mir

Wenn Sie die Website bauen lassen, nehme ich Ihnen die meisten Schritte ab. Sie brauchen maximal zwei Stunden eigene Zeit:

SchritteWas Sie tunWas ich tue
1–230 Minuten Erstgespräch, kostenfrei: Ziele, Kunden, StilZiel und Kundenfragen herausarbeiten, danach ein schriftliches Festpreis-Angebot
3–5Logo, vorhandene Fotos und Impressumsangaben schickenDomain und Hosting einrichten oder umziehen; im Erzgebirgskreis und in Chemnitz fotografiere ich vor Ort mit
6–7Den Entwurf ansehen und eine gebündelte Feedbackrunde gebenTexte aus dem Gespräch schreiben, Entwurf der Startseite nach spätestens 72 Stunden. Überzeugt er nicht, zahlen Sie 0 €
8–9NichtsImpressum, Datenschutz, Ladezeit, Formular, Handy-Test, alles ohne Cookie-Banner
10Kurze Einweisung, etwa 30 MinutenLive-Gang mit SSL und E-Mail, Search Console, auf Wunsch Google-Unternehmensprofil, Übergabe aller Zugänge

Von der Zusage bis online vergehen 7 Tage, sobald Ihre Inhalte vorliegen. Danach haben Sie 30 Tage für Anpassungen, und Termine, Neuigkeiten und Öffnungszeiten pflegen Sie selbst, ohne Technikwissen. Was das kostet, steht in Was kostet eine Website? Kostenlosen Erstentwurf anfordern

Häufige Fragen zur Anleitung

Kurz beantwortet

Wie lange dauert es, alle 10 Schritte durchzugehen?

Selbst gebaut meist mehrere Wochen, weil Inhalte, Texte und Rechtliches Zeit kosten, nicht die Technik. Mit einem Webdesigner hängt es vor allem davon ab, wie schnell Zugänge und Inhalte vorliegen. Bei mir sind es 7 Tage von der Zusage bis online, sobald die Inhalte da sind.

Welcher Schritt wird am häufigsten unterschätzt?

Schritt 5, die Inhalte. Fehlende Fotos, unklare Impressumsangaben und Texte als Hausaufgabe halten mehr Projekte auf als jede technische Frage. Gleich danach kommt Schritt 3: eine Domain, deren Zugang niemand mehr kennt.

Muss ich die Texte selbst schreiben?

Nein. Stichpunkte und die Fragen, die Ihre Kunden Ihnen stellen, reichen als Grundlage. Bei mir entstehen die Texte aus einem 30-minütigen Gespräch; Sie korrigieren, statt zu schreiben.

Brauche ich einen Cookie-Banner?

Nur, wenn die Seite Tracking oder andere einwilligungspflichtige Dienste lädt. Wer Schriften vom eigenen Server lädt, nichts trackt und Formular und Karte ohne fremde Dienste einbindet, kommt ohne Banner aus. So baue ich meine Seiten.

Wie viele Seiten braucht meine Website?

Für die meisten kleinen Betriebe reichen fünf: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Mit einer einzigen Leistung genügt oft eine gut gebaute Einzelseite. Mehr Seiten lohnen sich, wenn Menschen nach unterschiedlichen Leistungen getrennt suchen.

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Die Schritte 1 bis 10 in 7 Tagen, und die Startseite sehen Sie nach 72 Stunden.