Von PageSpeed 48 auf 93: was ich an meiner eigenen Website geändert habe
Ich habe neben dem Webdesign ein zweites Projekt: Unter Friedensreich begleite ich werdende und gewordene Väter. Die Website dazu lief auf WordPress und kam im Google-PageSpeed-Test auf dem Handy auf 48 von 100 Punkten. Heute steht sie bei 93. Hier ist, was dazwischen passiert ist, in der Reihenfolge, in der es gewirkt hat.
1. Die Bilder
Die Startseite lud rund sieben Megabyte an Bildern, weil die Dateien so hochgeladen wurden, wie die Kamera sie ausgespuckt hat. Nach dem Verkleinern auf die Größe, in der sie tatsächlich angezeigt werden, waren es 1,7 Megabyte. Das ist bei fast jeder Website, die ich messe, der größte einzelne Posten. Wer sonst nichts tut, sollte das tun.
2. WordPress selbst
Ein Baukasten-System baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen: Datenbank befragen, Theme laden, ein Dutzend Plugins abarbeiten. Meine Seiten sind seitdem statisch, also fertige Dateien, die der Server nur noch ausliefert. Das ist nicht nur schneller; es gibt auch nichts mehr, das Updates braucht oder gehackt werden kann.
3. Die Schriften
Die lagen bei Google. Jeder Besucher holte sie sich erst von dort, bevor er Text sah. Jetzt liegen sie auf demselben Server wie die Seite und werden vorgeladen. Nebeneffekt: kein Cookie-Banner mehr nötig.
Was das mit Kunden zu tun hat
Tempo ist keine Eitelkeit für Entwickler. Wer auf dem Handy im Funkloch zwischen Zschopau und Marienberg auf eine Seite wartet, wartet nicht lange. Und Google bewertet die Ladezeit auf dem Handy seit Jahren mit.
Deshalb messe ich vor jedem Angebot die bestehende Seite durch, und den Befund bekommt der Betrieb auch dann, wenn wir nicht zusammenarbeiten. Den ganzen Fall meiner eigenen Seite habe ich als Referenz aufgeschrieben — mit allem, was ich dabei über das Werkzeug gelernt habe, das meine Kunden bekommen.