Ratgeber · Stand September 2026 · Lesezeit 6 Minuten

Website selbst erstellen oder erstellen lassen? —Vier Fragen, die es ehrlich entscheiden.

Ich verdiene mein Geld damit, Websites zu bauen. Trotzdem gibt es Fälle, in denen ich Ihnen zum Selbermachen rate. Welche das sind, welche nicht, und worauf Sie achten müssen, wenn Sie bauen lassen — ohne Verkaufsdruck, mit Zahlen.

4 FragenZeit · Google · Eigentum · Anspruch
3 WegeBaukasten · WordPress · erstellen lassen
6 Punktedie in jedem Angebot stehen müssen

Die vier Fragen, an denen es hängt

Die meisten Vergleiche im Netz enden mit „kommt drauf an". Worauf es ankommt, sind genau diese vier Dinge:

  1. Zeit. Haben Sie etwa 40 Stunden für den Aufbau und danach jede Woche eine Stunde für Pflege, Updates und Änderungen? Nicht „irgendwann", sondern in den nächsten sechs Wochen?
  2. Google. Soll die Seite Kunden bringen, die Sie heute noch nicht kennen? Oder soll sie nur existieren, damit Bestandskunden Ihre Nummer finden? Das zweite kann jeder Baukasten. Das erste braucht Struktur, Texte und Technik, die Google versteht.
  3. Eigentum. Wollen Sie die Seite besitzen oder mieten? Im Baukasten gehört sie dem Anbieter; ein Wechsel heißt neu bauen. Eine erstellte Seite mit eigener Domain und eigenem Hosting nehmen Sie überallhin mit.
  4. Anspruch. Reicht Ihnen Vorlagen-Optik mit Ihrem Logo, oder soll die Seite so aussehen und klingen wie Ihr Betrieb — und dabei rechtssicher sein?
Kurzform: Viel Zeit, wenig Google-Bedarf, Miete ist okay, Vorlage reicht — selbst machen. Keine Zeit, Google zählt, Sie wollen besitzen, es soll nach Ihnen aussehen — machen lassen.

Wann Selbermachen die richtige Wahl ist

  • Verein, Hobby, Projekt ohne Budget. Ein Gratis-Baukasten mit Werbung tut hier niemandem weh.
  • Testphase. Sie probieren eine Geschäftsidee aus und wissen noch nicht, ob sie trägt. Bauen Sie eine Seite in einem Abend, sammeln Sie Reaktionen, entscheiden Sie später.
  • Sie basteln gern. Manche Menschen entspannt das. Dann ist die Zeit keine Kosten, sondern Freizeit.
  • Sie ändern täglich etwas und wollen niemanden fragen. Wobei: Termine, Beiträge und Öffnungszeiten ändern meine Kunden auch selbst, ohne WordPress und ohne mich anzurufen.

Wann Sie bauen lassen sollten

  • Ihr Betrieb lebt von Anfragen. Jede Woche, in der die Seite nicht gefunden wird, kostet Kunden. Das sind schnell mehr als 990 €.
  • Ihre Abende gehören dem Betrieb oder der Familie. 40 Stunden Aufbau sind zum eigenen Stundensatz gerechnet teurer als jeder Festpreis.
  • Google soll Sie finden. Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Ladezeit, eine Seite je Leistung mit Ort: Das ist Handwerk, das im Baukasten kaum jemand macht.
  • Sie wollen keine Abmahnung. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Frage, Bildrechte, Preisangaben. Beim Selbstbau bleibt das an Ihnen hängen.
  • Sie wollen die Seite besitzen. Domain, Hosting und Dateien auf Ihren Namen, jederzeit mitnehmbar.

Kann man als Laie eine Website erstellen?

Ja, und die Technik ist dabei nicht das Problem. Baukästen sind genau dafür gebaut, und mit KI-Assistenten steht ein erster Entwurf in Minuten. Das Problem kommt danach: Die Texte klingen wie alle anderen, die Fotos sind Stockfotos, das Impressum ist unvollständig, die Seite lädt langsam, weil die Bilder zu groß sind, und Google zeigt sie niemandem. Der größte Teil der Arbeit an einer Website ist keine Technik. Es sind Inhalte und Struktur, und die kosten Zeit, egal wer baut. Was Sie dafür brauchen, steht in den 5 Schritten zur eigenen Website.

WordPress oder Baukasten?

Wenn Sie selbst bauen, stehen Sie vor dieser zweiten Frage. Der Baukasten ist in einem Abend bedienbar, dafür zahlen Sie monatlich, bleiben in der Vorlage und können die Seite nicht mitnehmen. WordPress ist flexibel und gehört Ihnen, dafür werden Sie Administrator: Updates für Plugins und Themes, Sicherheitslücken, Backups. Wer das vernachlässigt, hat irgendwann eine gehackte Seite — ich habe dieses Jahr eine gesehen, die monatelang fremde Inhalte auslieferte, ohne dass die Inhaberin es wusste. Der dritte Weg, den ich für meine Kunden wähle: eine statische Website, die nichts braucht, was veraltet, mit kleinen Modulen für Termine, Blog und Öffnungszeiten, die der Betrieb selbst pflegt.

Was es kostet — die Kurzfassung

WegGeldZeitGehört Ihnen?
Baukasten selbstetwa 10–40 € im Monat, dauerhaftrund 40 Stunden plus PflegeNein
WordPress selbstHosting 5–15 € im Monat, Theme und Plugins oft extrarund 40 Stunden plus wöchentliche WartungJa
Freelancer / Agentur1.000–5.000 € bzw. ab 5.000 €2–10 Stunden plus AbstimmungenJa, wenn es im Vertrag steht
Webdesign BenjaminFestpreis ab 499 €, bis 5 Seiten ab 990 €; laufend 5–8 € Hostingmaximal 2 StundenJa, alle Zugänge werden übergeben

Die ausführliche Rechnung über fünf Jahre, inklusive der Kosten, die auf keiner Rechnung stehen, finden Sie in Was kostet eine Website?

Wenn Sie bauen lassen: sechs Punkte, die im Angebot stehen müssen

  • Ein schriftlicher Preis, der alles enthält. „Ab 1.000 €" ohne Leistungsliste ist kein Angebot.
  • Texte inklusive. „Texte liefert der Kunde" ist der Satz, an dem Projekte monatelang hängen.
  • Domain und Hosting auf Ihren Namen. Sonst gehört Ihnen im Streitfall Ihre eigene Adresse nicht.
  • Impressum und Datenschutzerklärung inklusive, passend zu dem, was die Seite tut.
  • Mobil-Darstellung und Ladezeit als Zusage, messbar mit Googles PageSpeed-Test.
  • Übergabe aller Zugänge und eine Frist für Anpassungen nach dem Start.

Der Mittelweg, den ich anbiete

Sie müssen sich nicht vorher entscheiden. Wir sprechen 30 Minuten, Sie bekommen ein schriftliches Festpreis-Angebot, und innerhalb von 72 Stunden sehen Sie den echten Entwurf Ihrer Startseite — kostenlos. Überzeugt er nicht, zahlen Sie nichts und bauen selbst, mit dem Entwurf als Vorlage im Kopf. Überzeugt er, sind Sie in 7 Tagen online, mit allem aus der Liste oben. Kostenlosen Erstentwurf anfordern

Die häufigsten Fragen dazu

Kurz beantwortet

Kann man als Laie eine Website erstellen?

Ja. Baukästen wie Wix, Jimdo oder IONOS sind dafür gebaut, und ein erstes Ergebnis steht an einem Abend. Die Technik ist nicht die Hürde. Die Hürde sind Texte, Bilder, Rechtstexte und die Frage, ob die Seite bei Google gefunden wird. Dort verbringen Laien den größten Teil der Zeit, und dort entscheidet sich, ob die Seite Kunden bringt oder nur existiert.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Bei Freelancern und kleinen Webdesignern meist 1.000 bis 5.000 €, bei Agenturen ab etwa 5.000 €. Bei mir gilt ein schriftlicher Festpreis nach Seitenzahl, One-Pager ab 499 €, bis 5 Seiten ab 990 €, inklusive Texte, Design, Rechtstexte, SEO-Grundausbau und Go-Live. Laufend fallen nur Hosting und Domain an, etwa 5 bis 8 € im Monat.

Was ist der Unterschied zwischen einer Homepage und einer Website?

Streng genommen ist die Homepage nur die Startseite, die Website ist der gesamte Auftritt mit allen Unterseiten. Im Alltag werden beide Wörter für dasselbe verwendet, und auch Google versteht beides gleich. Wichtig ist nur, dass Ihr Auftritt mehr als eine Startseite hat, wenn Sie mit mehreren Leistungen gefunden werden wollen.

WordPress oder Baukasten — was ist besser zum Selbermachen?

Der Baukasten ist einfacher und in einem Abend bedienbar, dafür zahlen Sie monatlich, bleiben in der Vorlagen-Optik und können die Seite nicht mitnehmen. WordPress ist flexibel und gehört Ihnen, dafür werden Sie zum Administrator: Updates für Plugins und Themes, Sicherheit, Backups, jede Woche. Wer keine Lust auf Technikpflege hat, ist mit dem Baukasten oder mit einer erstellten statischen Website besser bedient.

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Bei Agenturen sind zwei bis vier Monate üblich, weil Briefing, Konzept, Design und mehrere Abstimmungsrunden nacheinander laufen. Freelancer brauchen meist vier bis acht Wochen. Bei mir sind es 7 Tage von der Zusage bis online, mit einem festen Ablauf: Gespräch, Entwurf in 72 Stunden, eine Feedbackrunde, Live-Gang. Voraussetzung ist, dass Ihre Inhalte zu Beginn vorliegen.

Worauf muss ich achten, wenn ich eine Website erstellen lasse?

Auf sechs Punkte im Angebot: ein schriftlicher Preis, der alles enthält; Texte inklusive statt „liefert der Kunde“; Domain und Hosting auf Ihren Namen; Impressum und Datenschutzerklärung inklusive; Mobil-Darstellung und Ladezeit als Zusage; und die Übergabe aller Zugänge am Ende. Fehlt einer dieser Punkte, kommt er später als Nachtrag oder gar nicht.

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Erst sehen, dann entscheiden. Gefällt der Entwurf nicht, bauen Sie selbst — ohne Kosten.